Unsere konservative, aber übliche Betriebsweise

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Bislang habe ich in der Zeit vom 28. April bis Anfang  Juli die Völker einmal pro Woche durchgesehen. 

Anordnung der Zargen beim Absetzen
Absetzen der Zargen

 

 

Zuerst wurde der Honigraum, sofern schon vorhanden, abgenommen. Damit möglichst wenige Tiere bei dieser Aktion ums Leben kamen und die dabei entstehende Kleckerei mit Honig keine gravieren Konsequenzen hinterließen, wurde zunächst der Deckel abgehoben und mit der Unterseite nach oben zusammen mit der Folie  gestellt.  Die Zarge wurde um ca. 45 Grad verdreht auf diesen Deckel gestellt. So hatte die Zarge nur 4 Auflagepunkte und somit eine viel kleinere Kontaktfläche, auf der Bienen zerquetscht werden konnten und der austretende Honig konnte schon zum Teil von den Bienen abgeleckt werden.

 Das Absperrgitter wurde umgedreht auf den Honigraum gelegt (Unterseite nach oben). Falls die Königin auf diesem Gitter sitzen sollte, kann sie so nicht in den Honigraum gelangen.

Jetzt werden außer den beiden Randwaben alle anderen heraus gezogen und auf Weiselzellen hin kontrolliert. Außerdem achte ich zusätzlich auf Stifte. Sind diese vorhanden, dürfte eine Königin im Volk sein (das Volk ist weiselrichtig), so dass ich mir die mühevolle Suche nach einer (ungezeichneten) Königin sparen kann. (Beachte aber Drohnenbrütigkeit!)

Sind auch auf den anderen Brutwaben keine Weiselzellen zu entdecken, wird alles wieder mit größter Vorsicht zurück gebaut, damit keine Bienen und schon gar nicht die Königin ums Leben kommt. Dabei sollte man darauf achten, dass die Brutwaben nicht auseinander gerissen werden und die Honigwaben an dem Rand der Zarge platziert  werden.

Lässt man die Bienen frei agieren, werden sie ihr Brutnest kugelförmig unter dem Honigbereich anordnen, so dass eben in den Randwaben nur Honig eingelagert wird und sich hier auch keine Königin aufhalten und schon gar nicht Eier ablegen wird.

Finde ich Weiselzellen, muss ich nun entscheiden, ob ich

1. Die Weiselzellen ausbreche:

    Erscheinen mir die Völker noch nicht stark genug, ist nicht genug Equipment für weitere                Völker  vorhanden, möchte ich einen hohen Honigertrag erzielen, sind schon zu viele Völker         auf meinem Stand etc., könnte ich diesen Schritt wählen.

   Handelt es sich um ein nicht nachzuchtwürdiges Volk, zerstöre ich die Weiselzellen ebenfalls.

   Bei Nachfrage gewinne ich das hierbei anfallende Gelee Royale.

2. Wollen sich die Völker vermehren, bilden sie Schwarmzellen (Weiselzellen, deren schlüpfende     Königinnen das Schwärmen ermöglichen sollen). Oft finden wir diese bei einem zweigeteilten

   Brutraum am unteren Ende der Wabe. Dann versetze ich die Wabe mit der oder deren Weisel-     zellen, eine Brutwabe mit möglichst vielen verdeckelten Brutzellen und eine Futterwabe in

   eine Beute gleichen Standmaßes und kehre danach etwa eine Hand voll Bienen aus dem

   Honigraum dazu. Wird der Ableger aber erst im Juni gebildet, verdoppele ich die  Anzahl der

   Brutwaben und der Bienen. Das Flugloch wird stark eingeengt. Der Ableger kann  am Standort

   verbleiben, aber mit dem Nachteil, dass sich die Flugbienen wieder am alten Standort einfin-         den. Wird er dagegen um mindestens 3 Km versetzt, entfällt dieser Nachteil weitgehend.

   Zu diesem Zeitpunkt ist eine Zucht durchaus sinnvoll. Vergleiche auch mit Ablegerbildung.

  Bei anhaltend guter Tracht und ausreichendem Vorrat in den Futterwaben könnten sich die          Ableger letzten Endes zwar selbst versorgen, aber öfter etwas Zuckerwasser (Futterteig,                  Bienenfutter etc.) zufüttern ist sicherer.

 

 

 Da Varroen vermehrt auf Drohnenlarven Eier ablegen, schneide ich größere Drohnenbrutfelder aus, womit ich deren Vermehrungsrate reduziere. An die 3. Position des oberen Brutraums hänge ich dann eine neue oder die ausgeschnittene Drohnenwabe, alternierend links und rechts. So muss die Drohnenwabe erst gar nicht gekennzeichnet werden.

 

 

 

Bald gehts weiter

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